Hauskrankenpflege

 

Übersicht zum Thema Pflege

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Wann ist man pflegebedürftig?     > mehr dazu

 

     
       

 

Pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

 


 

     

 

 

     

Krankheiten oder Behinderungen sind:     > mehr dazu

 

     
       

 

Verlust, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- oder Bewegungsapparat, Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane, Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen.

 


 

     

 

 

     

Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im vorgenannten Sinne sind:     > mehr dazu

 

     
       

 

Im Bereich der Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- oder Blasenentleerung

Im Bereich der Ernährung:

Mundgerechtes Zubereiten oder Aufnahme der Nahrung.

Im Bereich der Mobilität:

Selbständiges Aufstehen und Zubettgehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen,  Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung.

Im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung:

Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung, Spülen, Wechseln der Wäsche und Kleidung, Beheizen der Wohnung

 


 

     

 

 

     

Stufen der Pflegebedürftigkeit     > mehr dazu

 

     
       

Pflegestufe 0

Voraussetzung für die sogenannte Pflegestufe 0 ist eine vorliegende Pflegebedürftigkeit bei Antragstellern, ohne das jedoch die Bedingungen für die Pflegestufe 1 bereits erfüllt sind. Dies ist in der Regel der Fall, wenn täglich im Durchschnitt weniger als 90 Minuten fremde Hilfe erforderlich ist oder davon weniger als 45 Minuten auf die Verrichtungen der Grundpflege ( Körperflege, Ernährung,Mobilität) entfallen.

 

Um Leistungen der Pflegekassen zu erhalten, muss außerdem die Alltagskompetenz eingeschränkt sein, also der Bedürftige z.B. aufgrund von Demenz, psychischer Erkrankungen oder geistiger Behinderung ein erhöhtes Maß an Beaufsichtigung und Betreuung benötigen.

 

Pflegestufe 1

- erhebliche Pflegebedürftige –

Das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege, hauswirtschaftlichen Versorgung und Pflege unterstützenden Maßnahmen benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens 1,5 Stunden betragen, wobei der pflegerische Aufwand mehr als 45 Minuten betragen muss.
 

Pflegestufe 2

- Schwerpflegebedürftige –

Das sind Personen, die mindestens dreimal täglich Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität haben. In der Regel wird dies am Morgen, am Mittag und am Abend der Fall sein. Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege, hauswirtschaftlichen Versorgungen und pflegeunterstützenden Maßnahmen benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens 3 Stunden betragen, wobei der pflegerische Aufwand mindestens 2 Stunden betragen muss.
 

Pflegestufe 3

- Schwerstpflegebedürftige –

Das sind Personen, die rund um die Uhr bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität der Hilfe bedürfen. Der Hilfebedarf muss regelmäßig auch in der Nacht bestehen, (Rund- um – die- Uhr- Betreuung) . Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege, hauswirtschaftlichen Versorgung und pflegeunterstützenden Maßnahmen benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens 5 Stunden betragen, wobei der pflegerische Aufwand mindestens 4 Stunden betragen muss.

 


 

     

 

 

     

Besonderheiten bei Kindern     > mehr dazu

 

     
       

 

Pflegebedürftige Kinder sind zur Feststellung des Hilfebedarfs mit einem gesunden Kind gleichen Alters zu vergleichen.

Maßgebend für die Beurteilung des Hilfebedarfs bei einem Säugling oder Kleinkind ist nicht der natürliche, altersbedingte Pflegeaufwand, sondern der darüber hinausgehende Hilfebedarf.

 


 

     

 

 

     

Wie werden Pflegeleistungen beantragt?     > mehr dazu

 

     
       

 

Grundvoraussetzung für die Gewährung von Pflegeleistungen ist die Antragstellung des Pflegebedürftigen. Dies gilt gleichermaßen bei häuslicher wie auch bei vollstationärer Pflege.

Die Pflegekasse schaltet anschließend den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein.
 

Hierbei handelt es sich um eine unabhängige Einrichtung, die von allen Kranken- und Pflegekassen in Anspruch genommen wird. Der MDK prüft durch eine persönliche Begutachtung, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welche Pflegestufe vorliegt.
 

Gegebenfalls empfiehlt der MDK erst die Erbringung von anderen Leistungen
(z.b. Rehabilitationsmaßnahmen), um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, eine Verschlimmerung zu verhindern oder um die Pflegebedürftigkeit zu mindern.

Auf der Grundlage des MDK- Gutachtens entscheidet dann die Pflegekasse über die maßgebende Pflegestufe und teilt dem Pflegebedürftigen das Ergebnis mit. Die Leistungen beginnen ab Antragstellung, frühestens jedoch von dem Zeitpunkt an, dem die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen.

 


 

     

 

 

     

Leistungen der Pflegeversicherung     > mehr dazu

 

     
       

 

  • Pflegesachleistungen
  • Pflegegeld
  • Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
  • Pflegehilfsmittel und technische Hilfen
  • Tages- und Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegeperson
  • Pflegekurse
  • Leistungen bei vollständiger Pflege
  • Leistungen in vollstationären Einrichtungen der Behindertenpflege

 


 

     

 

 

     

Pflegesachleistungen     > mehr dazu

 

     
       

 

Pflegebedürftige, die im häuslichen Bereich gepflegt werden, erhalten Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung als Sachleistung ( häusliche Pflegehilfe ).

Sie wird durch professionelle Pflegekräfte ( Pflegedienste ) erbracht, die Vertragspartner der Pflegekasse sind.


Leistungshöhe:

Der Anspruch auf häusliche Pflegehilfe umfasst je Kalendermonat:

  • bei Pflegestufe 0

bis zu EUR 231,00

 

  • bei Pflegestufe 1 Aufwendungen

bis zu EUR 468,00

 

  • bei Pflegestufe 2 Aufwendungen
    bis zu EUR 1.144,00

 

  • bei Pflegestufe 3 Aufwendungen
    bis zu EUR 1.612,00

 

  • (bei Härtefällen bis zu EUR ) 1.995,00


Kombinationsleistungen

Sofern die jeweilige Sachleistung nur teilweise in Anspruch genommen wird, besteht daneben noch Anspruch auf ein anteiliges Pflegegeld.

Das Pflegegeld wird um den Prozentsatz vermindert, den der Pflegebedürftige als Sachleistung in Anspruch genommen wird hat.
 

Beantragt man die Kombinationsleistung bei der Pflegekasse, so ist die Entscheidung über das Verhältnis der Geld- zur Sachleistung für sechs Monate bindend.
 

Eine Kombinationsleistung ist auch bei teilstationärer und vollstationärer Pflege möglich. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer jeweiligen Geschäftsstelle.

 


 

     

 

 

     

Pflegegeld     > mehr dazu

 

     
       

 

Pflegebedürftige können anstatt der häuslichen Pflegehilfe ein Pflegegeld beantragen. Der Anspruch setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch eine Pflegeperson (Privatperson) im häuslichen Bereich in geeigneter Weise selbst sicherstellt.


Leistungshöhe:

Der Anspruch auf Pflegegeld umfasst je Kalendermonat:

  • bei Pflegestufe 0 EUR 123,00
  • bei Pflegestufe 1 EUR 244,00
  • bei Pflegestufe 2 EUR 458,00
  • bei Pflegestufe 3 EUR 728,00


Der Pflegebedürftige ist verpflichtet, bei der Pflegestufe 1 und 2 einmal halbjährlich, bei der Pflegestufe 3 einmal vierteljährlich einen Pflegedienst, der ein Vertragspartner der Pflegekasse ist, in Anspruch zu nehmen.

Der professionelle Pflegeeinsatz dient der Beratung der pflegenden Angehörigen und soll die Qualität der häuslichen Pflege sichern.

Die Kosten dieses Pflegeeinsatzes gehen jedoch zu Lasten des Pflegebedürftigen.

 

 


 

     

 

 

     

Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson     > mehr dazu

 

     
       

 

Ist eine Pflegeperson aufgrund Urlaub oder Krankheit verhindert, so zahlt die Pflegekasse eine sogenannte Verhinderungspflege, deren Kosten jährlich bis zu EUR 1.612,00 für 4 Wochen betragen dürfen.
 

 

 

     

 

 

 

     

Tages- und Nachtpflege    > mehr dazu

 

     
         

Falls die häusliche Pflege eines Pflegebedürftigen nicht in ausreichenden Umfang im häuslichen Bereich sichergestellt werden kann, besteht ein zeitlich nicht begrenzter Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege.

Die Leistungshöhe beträgt bei:

  • Pflegestufe 0 bis zu EUR 231,00
  • Pflegestufe 1 bis zu EUR 468,00
  • Pflegestufe 2 bis zu EUR 1.144,00
  • Pflegestufe 3 bis zu EUR 1.612,00
      Voraussetzung ist aber, dass die Einrichtung ein Vertragspartner

     der  Pflegekasse ist.

 


 

     

 

 

     

Kurzzeitpflege    > mehr dazu

 

     
       


In den Fällen, in denen weder häusliche Pflege noch teilstationäre Pflege möglich ist, hat der Pflegebedürftige Anspruch auf (stationäre ) Kurzzeitpflege.

 

  • für eine Übergangszeit nach stationärer Behandlung
  • in Krisensituationen, wenn häusliche und teilstationäre Pflege nicht

    ausreichen, 

  • Leistungsanspruch für längstens 4 Wochen,

    höchstens EUR 1.612,00 je Kalenderjahr

  • pflegebedingte Aufwendungen
  • soziale Betreuung

 


 

     

 

 

     

Vollstationäre Pflege    > mehr dazu

 

     
       

 

Entsprechend dem 4. SGB XI- Änderungsgesetz- 4. SGB XI- ÄndG- übernehmen die Pflegekassen in der Zeit vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 1999 die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der medizinischen Behandlungspflege und der sozialen Betreuung pauschal für:
 

  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 0 in Höhe

    von EUR 231,00

 

  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 in Höhe
      von EUR 1.064,00 mtl.,
  •  
  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 2 in Höhe
      von EUR 1.330,00 mtl.,
  •  
  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 3 in Höhe
      von EUR 1.612,00 mtl.,
  •  

Pflegebedürftige, die als Härtefall im Sinne des § 43 Abs. 3 SGB XI anerkannt sind, in Höhe von EUR 1.995,00 mtl.

 

Insgesamt darf der von der Pflegekasse zu übernehmende Betrag 75 v.H. des Gesamtbetrages aus dem Pflegesatz für die pflegebedingten Aufwendungen, dem Entgelt für Unterkunft und Verpflegung und den gesondert berechenbaren Investitionskosten nicht übersteigen.
 

Entsprechend den Vorschriften des Pflegeversicherungsgesetzes wurde ab dem 1.1.1998 für jede Pflegestufe ein unterschiedlicher Pflegesatz vereinbart.

Die Beiträge der Pflegesätze für die Pflegestufen 1, 2 und 3 sowie für die Entgelte für Unterkunft und Verpflegung ergeben sich aus der Vergütungsvereinbarung, die zwischen dem Träger des einzelnen Pflegeheims und den Landesverbänden/- vertretungen der Pflegekassen sowie dem zuständigen Sozialhilfeträger vereinbart wurde.

 

 

     

 

 

 

 

     

Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegeperson   > mehr dazu

 

     
       

 

Für Personen, die einen Pflegebedürftigen

  • mindestens 14 Stunden pro Woche
  • ehrenamtlich
  • in häuslicher Umgebung

pflegen, zahlt die soziale Pflegeversicherung oder das private Versicherungsunternehmen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Zudem besteht Schutz in der gesetzlichen Unfallversicherung.


Ziel ist, diejenigen sozial abzusichern, die für ihre Pflegetätigkeit ihre Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise aufgeben. Daher ist Voraussetzung für die Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen, dass die Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden pro Woche anderweitig erwerbstätig ist.


Die Höhe der Rentenversicherungsbeiträge ist gestaffelt und richtet sich nach der Pflegestufe, dem Pflegeumfang und dem Rechtskreis, wo die Pflege ausgeübt wird.

 


 

     

 

 

         Pflegekurse für Angehörige    > mehr dazu      
       

Für Angehörige der Pflegebedürftigen und ehrenamtlichen Interessanten bietet die Pflegekasse Schulungen an.

Themen der Kurse sind zum Beispiel:

  • Vermittlung von hilfreichen Kenntnissen zur Pflege
  • Erfahrungsaustausch der Pflegepersonen
  • Beratung über Hilfsmittel